Am Morgen nach dem Hundesausi steht vor der Marina der Bäckerwagen. Da düs ich gleich zum Schiff um Geld zu holen, denn es gibt beim Bäcker auch frische Eier, sagt mir die Hafenmeisterin.
Wir wollen heute nur bis Fürstenberg - Einkaufen steht auf dem Plan.
Is ja nur ein kurzes Stück zu fahren bis Fürstenberg - Seerosenblüte überall ...
... und die für uns geeigneten Liegeplätze in Fürstenberg sind alle belegt. Dazu hats hier einen saumäßigen Ostwind.
Tja, dann fahrn wir halt erstmal weiter und denken über eine weitere Planänderung nach. Erstmal die Fürstenberger Schleuse abvespern. Im Schleusenwartebereich liegt schon ein Schiff und ein Weiteres kreiselt in der Gegend rum. So wie das Schiff im Wartebereich liegt, nämlich ganz hinten, KÖNNEN die nicht die Schleuse bedient haben! Völlig unmöglich. Vor dem Schiff ist aber Platz, und Cheffe legt an. Im Vorbeifahren frag ich, ob sie die Schleuse bedient haben. Völlige Ahnungslosigkeit blickt mir entgegen. Na, jetzt leg mer erstmal an und ziehen den grünen Hebel. Unsere Hintermänner klären wir auf: "Ihr müsst den grünen Hebel ziehen, sonst steht ihr hier bis Sankt Nimmerlein!"
"Ja, aber gestern gings auch ohne ziehen!" JA, ziehen muss ja immer nur EINER, und zwar der Erste!
Wir warten die Gegenschleusung ab und fahren dann ein. Vier große Boote - und bloß gut, dass Cheffe die Koordination von det Janze übernimmt, denn man legt sich gerne gleich an den nächst besten Poller und die Hintermänner haben das Nachsehen und kommen nicht mehr rein. Bis die dann alle fest sind in der Schleuse dauert das!
Ganz brav fahren alle hinter uns aus und hinter uns her wie die Entlein. Sie wissen nur nicht, dass WIR in die Ankerbucht steuern und nicht nach rechts zur Schleuse Steinhavel abbiegen. Irgendwann schnallts der erste dann doch und die Anderen fahren dann ihm hinterdrein!
Wir ankern jetzt im Röblinsee - ohne Einkäufe, dafür mit ziemlich viel Wind. Baden macht da keinen Spaß und Schlauchbootfahren mit den Buben erst Recht nicht! Vor Allem Jack braucht für seine ersten Fahrten ruhiges Wasser. Sonst isser womöglich gleich verprellt. Das wär ziemlich doof! Wat nu?? Wir bleiben bis zum späten Nachmittag in der Ankerbucht, fahren dann zum Schleusenwartebereich Steinhavel, legen ganz hinten an und übernachten hier. Da hats sehr schöne Möglichkeiten für die Hunde, kleine Trainingswiese inklusive. "Training? WO denn?"
Von hier aus fahr ich morgen früh mit dem Rad nach Fürstenberg einkaufen und von mittags bis Spätnachmittag gehts dann wieder in die Ankerbucht. Ab übermorgen können wir dann wie geplant im Röblinsee für mehrere Tage ankern - da wirds wieder sehr windarm. SO machen wirs also.
Jetzt liegen wir wie gesagt hinten im Wartebereich, sehr idyllisch und mit wenig Wind ...
... und entpuppen uns zum Schleusenschreck für Charterboote. Die kommen hier im Kanal um die Ecke und sehen nur ganz hinten ein Schiff liegen. Was eigentlich so viel heißt wie ... Der ganze Wartebereich is voll und man müsste stundenlang auf die Schleusung warten.
Immer wenn Cheffe die Boote dann vorbei winkt, wechselt der Gesichtsausdruck von "Ach du Scheiße" auf "Oh, Gott sei Dank". Alle fahren lachend vorbei!
Abendessen "im Garten"
Fazit des Tages:
- Die Madame als Schleusenschreck,
und wer geniert sich?
- Captain Jack!









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