Heute kriegt ihr den gestrigen Montag mit Verspätung geliefert. Aber, besser spät als nie!
Wir sitzen gemütlich beim Frühstück und ich merk schon, dass Cheffe nachdenkt. Es hat nämlich Tags zuvor ein SEHR großes Schiff am Himmelpforter Anleger bei der Schleuse angelegt - wir können direkt hinguggen. Das Schiff ist 22 Meter lang, sieht sehr eindrucksvoll aus und fährt unter holländischer Flagge!
Plötzlich kommt Bewegung, in das Schiff?, nein in Cheffe: "Ich geh da jetzt mal hin!"
Gesagt, getan - Cheffe macht sich auf den Weg und bleibt für gute 2 Stunden verschwunden. Dann schellt mein Handy. Cheffe is dran: "Ich komme gleich, ich werde gebracht!" AHA! Bin ich ja mal gespannt.
Und da seh ich schon, wie das holländische Schiff - die BARRACUDA - ablegt und sich auf den Weg zur Silencio macht.
Die BARRACUDA legt bei der Silencio nicht etwa an, sie liegt so 20 cm von uns weg und bleibt einfach an Ort und Stelle liegen ohne Motor und Anker, so dass Cheffe bequem übersteigen kann. ICH frag mich, wie DAS wohl geht???
Es ist so! Die BARRACUDA hat 2 Ankerpfähle, die einfach hydraulisch nach unten gehen und dann steht das Ding wie von Geisterhand festgezurrt.
Nicht nur Cheffe steigt über, auch die BARRACUDA Besatzung Anita und Peter. Die Beiden leben ganzjährig auf ihrem Schiff und dieses Schiff lässt wirklich überhaupt keine Wünsche mehr offen! Von Peter selbst konstruiert und gebaut über einen Zeitraum von 3 Jahren in seiner eigenen Werft! Peter hatte mal einen Spedition, war selbst als LKW Fahrer überall unterwegs und hat sich später auf Schiffsbau verlegt. Die BARRACUDA ist allerdings das einzige Schiff, das er komplett gebaut hat. Ansonsten war sein Betrieb spezialisiert auf Führerhäuser für Berufsschiffe, deren Cascos aus Aisen kamen.
Nachdem Cheffe schon über 2 Stunden verquatscht hatte, geht der Klönschnack auf der Silencio weiter. Sehr sympathisch und lustig. Für den Abend sind wir dann auf der BARRACUDA zum Barbecue eingeladen - wir bringen den Wein mit! Na dann, bis nachher ...
Die BARRACUDA fährt ankern und Cheffe widmet sich unserem Schlauchboot. Das muss endlich mal in die Startlöcher gebracht werden, bis jetzt brauchten wirs ja nicht. Heute abend allerdings kommts zum Einsatz, um zu Anita und Peter rüber zu setzen und für die nächsten Tage ist eh ankern geplant.
Ja, das Schlauchboot - das liegt fix und fertig hergerichtet schon im Wasser - denn während Cheffe damit gewerkelt hat, war ich beim Hundegassi. Leider stellt Cheffe fest, dass die Gummigurke irgendwo im Boden ein kleines Loch haben muss. Langsam und mengenmäßig überschaubar, läuft Wasser in die Gurke. Naja, es ist jetzt nicht so, dass wir absaufen damit, aber nasse Füsse wirds schon geben.
Weil es doch ordentlich heiß ist, bleibt unser Schiff komplett offen. Das machen wir sonst nie, aber für die Hunde isses sonst zu heiß! Leider legt gleich neben uns noch ein Schiff mit 2 Dackeln an, die kläffen wie die Sau - und Brandy tut sehr deutlich seinen Unmut über diese Ruhestörung kund. Auch er macht Randale! Ja, wie mach mers JETZT mit den offenen Türen? Die Tür wird mit dem zusammengeklappten Tisch verbarrikadiert, dann ham die Hunde Luft, können aber nicht raus und stänkern. So is Ruhe im Kartong!
Und wir können zur BARRACUDA schippern und einen sehr gemütlichen, lustigen und unterhaltsamen Abend haben - am Stolpsee in der Ankerbucht.
Vorne seht ihr so ein weißes Dach - DA drunter sitzen wir - in einer gemütlichen Lounge, mit Grill und Küchenzeile, Kühlschrank, was man halt so braucht. Gestern dachten wir noch, so ein großes Schiff und kein Platz zum draußen sitzen - weit gefehlt, da war das Dach einfach unten und dann sieht das aus wie ein ganz normales Vordeck. Einfach irre!
Bei bester Abendstimmung tuckern wir heim, mit bisschen nassen Füssen.
Fazit des Tages:
- Wein im Kopp und nasse Füsse,
- vom Loch im Schlauchboot schöne Grüße!









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