So viel wir gestern Sonne hatten, so viel regnets heute. Wir gehen den Tag gemütlich an - schon beim Frühstück ist die Mittelkabine überbucht. Sch ... Reiseveranstalter!
Ich weiß schon was Cheffe sagen wird wenn er nachher den heutigen Blog lesen wird: "Is mal Gras über ne Sache gewachsen, kommt'n Kamel und frissts wieder ab!"
Ja, aber soo bleibts in Erinnerung ... und ein Zettel babbt immer auf der Playstation! "MAST LEGEN!"
Wir tuckern auf Wolgast zu, zeitweise recht langsam. Der Segler vor uns hats nämlich nicht wirklich eilig, denn er käm zu früh zur Brückenöffnung. DIE allerdings spielt für uns heute keine Rolle - mit, eben gelegtem Mast, passen wir einfach so unten durch.
Auf der Zufahrt zur Wolgaster Brücke passieren wir die Lürssen Werft.
Was ist hier das Motto? Da steht: DESIGN - MANUFAKTUR - TECHNIK ... das Aushängeschild steht quasi vor Tor 4.
Durch die Brücke fahren wir Punkt 12.
In Kröslin legen wir in einer Box mit Seitensteg an. Den Steg mit "Anlegehilfen", so heißen hier scheints die Klampen, kann man als Dauerlieger für teures Geld zukaufen. Es hängt allerdings ein grünes Schild am Liegeplatz - heißt ja dass der FREI ist.
Das Anlegen selber ist eine kleine Zitterpartie, der Wind, der Wind! Die Spring liegt, doch irgendwie klappt das Eindampfen nicht wie gedacht und geplant - und dann noch der Wind. Wo kommt der eigentlich her?? Ich mein Steuerbord - die Wimpel flattern allerdings wie bei Wind aus Backbord. Na dann wirds schon backbord sein! Wegen des Winds versteht Cheffe meine Ansagen schlecht - ich soll nach vorne alles im Blick haben , aber nach hinten ansagen. Die Achterleine krieg ich nicht geworfen - nasse Leinen sind echt irre schwer! Mensch, ich bin froh als wir fest am Steg liegen.
Hafenmeisterei am Sonntag geschlossen. Wieder isses nix mit ner Waschmaschine. Geht alles nur mit ner Chipkarte. Aber immerhin haben wir Strom am Steg.
Die Marina Kröslin - riesengroß und für mich NULL Atmosphäre. Doch Cheffe will hier volltanken - es gibt hier den ganz guten Stoff - GTL Diesel.
Der Ort Kröslin, zwar nicht riesengroß wie die Marina, aber ebenso NULL Atmosphäre, seelenlos!
Einen Dauerliegeplatz in Kröslin könnt ich mir überhaupt nicht vorstellen.
Aber ruhig isses hier, auch noch fast nix los. Bis Cheffe und Florian was Großes entdecken.
Nachmittags können wir tatsächlich draußen in der Sonne sitzen und beim Abendspaziergang aufm Deich bin ich mit Jack ganz allein unterwegs.
Wenn bei den Richtbaken die obere mit der unteren übereinstimmt ... dann fährt man den richtigen Kurs.
Ok Jack - zeig mir den Weg.
Der Weg ist nämlich nicht mehr da wo er früher mal war. Alles abgesperrt. Wir müssen fast bis zum Ortsende an der Strasse latschen, bis wir den Zugang zum Deich finden.
Fazit des Tages:
- Cheffe versteht die Ansag' nicht,
- so steht es hier im Anlegebericht.
- Bevor es gibt hier einen Mord,
schrei ich nächstes Mal nach hinten ...
- mehr nach STEUERBOOOOORD!!!!



































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