Die Seenotretter

Die Seenotretter
... wenn alle anderen reinfahren... jetzt Bild anklicken und spenden

Samstag, 6. Mai 2023

39. Hiddensee Tag 2

Die Letzte Abendrunde mit den Buben gestern geht nochmal Richtung Strand. 


Bisschen Sonne gibts sogar.


Und unglaublich viel Wind! Dem Brandy flattern die Lefzen beim Gassi.


Und mir verwedelts die Frisur. Das is allerdings ziemlich wurscht, denn mit ständig Mütze aufm Kopp isses eh keine Frisur mehr.


Danach können wir uns zur Ruhe begeben - haha! Bei über 8 BFT!
Zunächst guggen wir Lets Dance, das klappt hier super mit dem Hafennetz ... und mit Fusswärmer.


Kurz vor 12 geht Cheffe nochmal Leinen und Fender checken. Nicht nur bei uns, nee, auch vor uns bei dem Sporti, der abends noch angelegt hatte. Er hatte Cheffe die Telefonnummer gegeben ... für den Fall, dass was is. 
Und tatsächlich, seine Bugleine ist schon fast zur Hälfte durchgescheuert. Da dieses Schiff nur an 2 Leinen hängt, wärs für uns worst case, wenn die Bugleine reisst.  Dann nämlich würde sich das Boot drehen und gegen unseren Bug schlagen. 
Cheffe sichert also alles selber und mit einer unserer Leinen, denn bei der angegebenen Telefonnummer geht um DIE Zeit keiner mehr ran.
Und DANN - können wir uns beruhigt in den Schlaf schaukeln lassen. 
Gegen morgen soll der Wind nachlassen, dafür gibts bisschen Regen. Egal, das Schlimmste ham wir hinter uns! Deshalb schläft Cheffe tief und fest wie ein Baby.

In der Früh, kurze Morgenrunde mit den Jungs, gemütliches Frühstück mit Cheffe, kleine Shoppingtour im Laden quasi nebenan. Vor dem Laden gibts jede Menge "Quengelware", aber drinnen gibts die richtigen Dinge! Nicht den Billigkram, neenee, richtig feine Sachen! Schwedisches Design.
Cheffe kommt mit zur Beratung und natürlich, um am Ende die Karte zu zücken. Ganz sicher auch um mit der Inhaberin einen netten Ratsch zu halten - ihr gefällt unser Schiff sehr gut.
Was wir gekauft haben? Zeig ich euch nachher - leider könnt ihr das feine Material nicht anfassen, super weich!!

Mittlerweile ist der Eigner vom Schiff vor uns auf seinem Schiff und verlegt es an seinen Dauerliegeplatz. Mit herzlichem Dank bringt er unsere Leine zurück und fragt, was wir denn gern trinken würden - Gin? Whisky? Cheffe winkt ab, is doch selbstverständlich, dass man aufeinander aufpasst!

Unser großer Hundespaziergang führt uns heute nach Grieben. Der letzte kleine Ort im Osten der Insel. Paar Regenropfen kriegen wir ab, aber schön isses ...
... raus aus Kloster am Weg entlang ...







... und dann am Bodden zurück.







Pferdekutschen sind unterwegs.


Diese Runde lauf ich nochmal, wenns Sonne hat, dann gibts auch gscheite Fotos. Ich hattte nur das Handy mit. Sonne verspricht der Wetterbericht für die nächsten 3 Tage von früh bis spät. Schau mer mal, obs so kommt!? Mittags gibts nochmal Spargel - vom Inselmarkt. Sehr schön isser, lecker isser, und sogar bisschen billiger als in Stralsund. Wer hätte das gedacht auf der Insel!?


Zum Dessert - Zitronenmuffins mit Heidel- und Himbeeren. Ganz frisch ausm Omnia.


Als wir die Nachspeis grad in Angriff nehmen wollen, kommt ein Segler rein, der legt vor uns an. Hilfe von Cheffe wird bisschen unwirsch abgelehnt. Nachdem der Segler dann noch näher an uns ranrutschen muss, weil ein zweiter Segler kommt, wird Cheffe dann doch in Anspruch genommen. Kein Ding, Cheffe hilft draußen mit. Der 2. Segler is ziemlich lang und hat jetzt nimmer ganz Platz - er ragt ca. 30 cm ins Gebiet der Berufsschifffahrt. Segler 1 bietet an, zwischen die Dalben zu fahren, wird von Segler 2 abgelehnt. Allerdings sollen wir jetzt auf Ansage von Segler 2 diese 30 cm nach hinten rutschen. Und DAS, nachdem alles an unseren Leinen wegen des Winds stundenlang optimiert wurde. Beide Segler würden übrigens zwischen die Dalben passen. Wir werden nicht rutschen! ... weil ...
1. Zwischen den Dalben Platz ohne Ende wäre.
2. Wir unter Aufsicht des Hafenmeisters angelegt haben und dieser genau an der Position, an der wir jetzt liegen meinte, dass es hinten so passt!
3. Wir für 30 cm rutschen einen Riesenaufwand hätten und das dafür, dass dieser eine Segler eine Nacht bleibt.
4. Einer aus der 12-köpfigen Seglercrew uns saublöd anmacht. Es stellt sich dann heraus, dass es der Skipper und Eigner eines Charter-Seglers mit Heimathafen Stralsund ist. Als er merkt, dass wir keine hiesigen sind, wirds ganz blöd. Weil ER wär ja von hier und deswegen hätt ER auch Anspruch auf den Liegeplatz seiner Wahl. Überhaupt wird ER sich unser Schiff merken und sollte ER uns nochmal treffen, wird er sich mit mehreren Booten bei uns ins Päckchen legen.

Kann ich nur sagen - ja, mach mal - viel Spaß wenn dich der Brandy in der Plicht begrüßt!!

Cheffe lässt sich auf keine Diskussion ein, er bespricht die Lage mit dem Hafenmeister - Fazit: Die Silencio bleibt wo se is! Punkt! Und der Segler auch!

Apropos Fazit ...

Fazit des Tages:

- Wenn einem sooo ein Segler wird beschert,
- DAS ist schon einen Asbach Uralt wert.
- Und hat ma'n Asbach ned daheim,
- spült man den Ärger weg mit Wein.
- Da kann der Segler lange quaken,
bei uns heißts ...
- Schluss mit schnacken, Kopp in Nacken!!

P.S. 
Shoppingergebnis






1 Kommentar:

148. Am Ende Mirow

Es wird wieder saumäßig heiß werden. Halb 7 starte ich mit den Buben in den Wald bei Mirow. Es hat ein wenig Nebel auf den Feldern. Vor dem ...