Die Seenotretter

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Sonntag, 28. Mai 2023

61. Freest

Gestern Abend legte in Freest noch was Ungewöhnliches an. Ein Vermessungsschiff. Es prüft mögliche Trassen für die Stromleitungen der Windparks. Irres Teil!




Manövrierbehindert - Vorrang gewähren!


Das Teil hat aber gestern auch wieder abgelegt - hätten noch paar Sportis Platz gefunden gestern, es war gar nicht so viel los, wie wir dachten.

Heute ist es morgens schon richtig warm mit sehr wenig Wind - Frühstück draußen mit Blick aufs Wasser.



Am späteren Vormittag geh ICH auf große Fahrt - ich habe eine Fahrt mit dem SEEADLER zur Insel Ruden gebucht. Cheffe bleibt daheim, im geschlossenen Schiff wärs zu heiß für die Buben. 
Los gehts ...




Wir sehen nach Lubmin - da ist gestern ein NOCH größerer LNG Tanker als die CORAL FAVIA angekommen. Die NEPTUN ist so 240 Meter lang und mit 40 Metern doppelt so breit wie die CORAL FAVIA und wohl auch so hoch, dass sie weithin gut zu sehen ist.


Vor dem Ruden nehmen Kegelrobben ein Sonnenbad.








Wir kommen an. Der Turm vom Ruden diente früher als Messstation für das Luftwaffentestgelände Peenemünde West.


Im Hafenbecken gibts einen ziemlich neuen Betonsteg für die Fahrgastschifffahrt ...


... die alten Anlagen können nicht mehr genutzt werden. Alles wird nach und nach verfallen. 




Vor zig Jahren lagen wir mal hier an der Kaimauer mit einem Charterschiff - DAS ist mittlerweile nicht mehr erlaubt und nur noch Fahrgastschiffe dürfen anlegen. Die Gäste können sich die Insel anschauen, aber nur mit Führer. Der SEEADLER-Captain weist vor dem Landgang noch auf die Abfahrtszeit hin, die er mit EINEM lauten Hornton 5 Minuten vorab ankündigen wird. Dann könne man noch Gas geben und zum Schiff spurten. Sollte man drei Töne hören, könne man sich Zeit lassen ... er käme dann am Dienstag wieder.

Mit dem Captain als Führer schlendern wir über die kleine Insel mit allerlei Info-Input.
Ihr findet alles zum Ruden


Von mir gibts Bildle ... den Messturm besteigen wir natürlich - Aussicht lohnt.
Blick zur Insel Greifswalder Oie


Vor dem Ruden darf teilweise geankert werden - zur Zeit liegen dort meist Angler, die auf Hornaale aus sind.


Wellenbrecher vor dem Ruden.


Bis Greifswald kann man guggen.


Leuchtfeuer Peenemünde


Brandgänse


Kormorane soweit das Auge reicht. Richtung Greifswald gibts Kormorankolonien mit ca. 15.000 Vögeln.




Schwan mit Küken




Hier wohnen 2 Inselwarte mit ihren Frauen. Früher warens mal 8 Familien auf der Insel MIT Schule für die Kinder.




Leuchtfeuer der Insel Ruden


Die inseleigenen Rasenmäher - grade im Lademodus. Es handelt sich hier um Rauhwollige Pommersche Landschafe - waren schon mal fast ausgestorben. Die Wolle eignet sich nicht für Klamotten, aber in Freest, da werden besondere Teppiche geknüpft. Hierfür eignet sich diese robuste Wolle sehr gut.



Nach ner guten Stunde gehts wieder zurück - alle Mann sind an Bord!
Wir passieren wieder das Peenemünder Leuchtfeuer



Witzig, nachdem ich dieses Foto gemacht habe, spurten alle mit ihren Handys zum Bullauge. Keine Ahnung warum!? Die Kegelrobben tummeln sich auch bei der Rückfahrt immer noch an der gleichen Stelle.




Auf dem Steinwall hat mittlerweile ein Seeadler Platz genommen.


Blick zurück auf den Ruden



Und am Ende klärt uns der Captain noch auf, denn er hat am Hinweg versucht, uns einen Riesenbären aufzubinden. Diese Türme, wären ehemalige Frauengefängnisse gewesen ....


... das waren sie natürlich NICHT! Es sind Warnfeuer! Sie gehörten zum Landesystem des Peenemünder Militärflughafens und "verlängerten" quasi die Start und Landebahn.
Nach 3 Stunden laufen wir wieder in Freest ein.




Schön wars! Aber jetzt hab ich Hunger. Grillen ist angesagt ... dauert aber noch länger bis es losgehn kann. Ein Seglerpaar interessiert sich für unser Schiff. Sie wollen auf Motor umsteigen und fragen SEHR detailiert nach - ich sag mal vom Motor bis zum Clo wird alles geklärt!
Aber dann, dann wandern die Filets auf den Grill ...


"Und wo bleibt UNSER Essen?????"


Abendsausi steht an ...



"Wer bist denn DU??"



"Du - der da im Wasser rennt mir ständig hinterher!"





"AH, jetzt bin ich entkommen!"




Fazit des Tages:

- Odysseus hatte sich verirrt,
- is heut im Bodden rumgeschwirrt.


- Ich hoff für ihn, er darf bald heim,
- irrt nicht 10 Jahre rum allein.




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